"Islamisten missbrauchen den Islam“

Analyse im Kontext Frankfurt 2011 und Toulouse 2012

"Islamisten missbrauchen den Islam“ © Skyrock-Blog - izards-31.skyrock.com


Der islamische Terror rückt immer näher. Nachdem der junge, in Frankfurt aufgewachsene Muslim Arid Uka vor ca. einem Jahr einen blutigen Terroranschlag auf dem Frankfurter Flughafen verübt hat, zeigt der aktuelle Terrorfall in Frankreich, welche Gefahren von der islamischen Religion ausgehen: der 23-jährige Franzose Mohammad Merah mit algerischen Wurzeln tötete zwischen dem 11. bis 19. März sieben unschuldige Menschen im Namen des Islam. Kaltblütig erschoss der Täter drei Soldaten, einen israelisch-französischen Rabbi und zwei seiner leiblichen Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren sowie eine 7 Jahre junge Mitschülerin mit Schüssen in den Kopf. Medienberichten zufolge soll er die Erschießungen gefilmt haben mit dem Ziel, jene „Zeugnisse“ im Internet veröffentlichen zu wollen.

Nachdem der Täter am 21. März entdeckt wurde, verschanzte er sich vor der Verhaftung schwer bewaffnet in seiner Wohnung in Toulouse. Als Motiv seiner Taten gab der inzwischen getötete Terrorist an, die Tötung palästinensischer Kinder durch Israel rächen und den Militäreinsatz Frankreichs gegen muslimische Glaubensbrüder in Afghanistan blutig vergelten zu wollen.

Während der schwer bewaffnete Terrorist (der sich eindeutig und klar zu al-Qaida bekannte und sich als Mudschahidin, als ein Krieger Allahs, bezeichnete) in seiner Wohnung stundenlange Verhandlungen mit den Sicherheitsbehörden führte, begann die deutsche Propagandamaschinerie auf allen Kanälen parallel mit der Fortsetzung des Märchens aus 1001 Nacht, der aktuelle Terrorakt habe im Grunde nichts mit dem Islam zu tun. „Terrorexperten“ sprechen, ohne dabei rot zu werden in die Kamera, dass die Tat sehr wahrscheinlich einem „psychopathologisierten Einzeltäter“ zuzuschreiben sei, einem „Jugendlichen“ (mit 24 Jahren!), der den „Anschluss an die französische Gesellschaft nicht geschafft habe“ und sich nun „ein Ventil gesucht hätte“, „seine Frustrationen“ in einer „Selbsttherapie“ zu heilen, sich „salafistisch radikalisierte“. Im Übrigen ist bezüglich der 7 Toten, die im Namen des Islam hingerichtet wurden, festzustellen, „das gehört zu den Risiken des heutigen Lebens leider dazu,“ so der O-Ton des islamfreundlichen Morgenland-Romanciers und „Terrorexperten“ Michael Lüders am 21. März in einem deutschen TV-Nachrichtenkanal.

Diese offizielle Verharmlosungs-Propaganda kommt jedoch nicht von ungefähr. Es sind die Vorgaben des deutschen Staates, der die Medien instrumentalisiert, um ein positives Bild über den Islam zu zeichnen. Der Weg hierzu: den Islam verallgemeinernd als eine friedliche und harmlose Religion darzustellen, während alle Terroristen, die sich auf den Koran, den Islam, den Propheten Mohammed berufen, als Extremisten zu bezeichnen sind, die den „Islam missbrauchen“.  So ließ kurz nach dem Flughafenattentat von Arid Uka der deutsche Innenminister Friedrich in diversen Pressemeldungen verlautbaren: "Islamisten missbrauchen den Islam".  Zeitgleich lautete auf der Seite des Verfassungsschutzes eine diesbezügliche Überschrift an erster Stelle: "Der Missbrauch des Islam für terroristische Zwecke".  Und ebenso fast zeitgleich rief der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz in Hessen, Roland Desch, anlässlich der ersten Fachtagung seiner Behörde zum Thema Islam zur Unterscheidung auf: zwischen "dem Islam als Religion und dem Islamismus".

„Islamisten“ missbrauchen „den Islam“?

Keine Partei, kein Politiker in Deutschland, keine Behörde oder Institution, keine Zeitschrift oder Magazin, keine Fernsehsendung, keine Universität, kein Wissenschaftler, kein Buchautor, keine Kirche in unserem Land haben jemals diese beiden Fragen beantworten können: Was ist ein Islamist? Was ist der Islam? Im Gegenteil: Für die deutsche Öffentlichkeit gab es bisher auf diese Fragen keine Antworten, geschweige denn eine anerkannte Lehrmeinung. Und der Islam selbst? 100% Fehlanzeige! Weder findet man in Deutschland einen offiziellen, für Islam-Fragen verbindlichen Ansprechpartner, noch ist es aus islamischer Sicht möglich/erlaubt, als Nichtmoslem den Islam kritisch zu analysieren.

Obwohl also die Öffentlichkeit kein Wissen über beide Begriffe besitzt und nicht besitzen kann, ist es mehr als befremdlich, wenn deutsche Regierungsorgane (die u.a. für den Schutz unserer Verfassung zuständig sind) dennoch diese beiden, für jeden Bürger unverständliche Begriffe dazu benutzen, eine politische Aussage zu formulieren. Und als ob das Unverständliche durch eine Wiederholung an Verständlichkeit gewinnen würde, hören die Bürger Deutschlands seit über einem Jahr einen bestimmten Aussagesatz immer und immer wieder, in verschiedenen Variationen, bei verschiedenen Anlässen und an unterschiedliche Zielgruppen adressiert, durch verschiedene Politiker, in diversen Zeitschriften und Fernsehsendungen veröffentlicht und somit millionenfach multipliziert, als sei es ein unumstößliches Naturgesetz: „Islamisten missbrauchen den Islam“.

Als Ergebnis dieser Informationspolitik kann Vieles erwartet werden, aber ein Ergebnis mit Sicherheit nicht: dass der Bürger über beide Fragen aufgeklärt würde, nämlich, was ist ein Islamist? Was ist der Islam?  Trotzdem wurde mit dieser formelhaften Verlautbarung eine eindeutige, wichtige und grundsätzliche Information an die Bevölkerung Deutschlands massenhaft verbreitet: „Eine Diskussion über den Islam ist überflüssig!“ Und mit dieser Information wiederum, dass eine Diskussion über den Islam nicht notwendig sei, wurde eine Auseinandersetzung über eine extrem wichtige gesellschaftspolitische Frage sehr elegant verhindert: „Ist der Islam eine Ursache für Terrorismus?“

Die Aussage: „Islamisten missbrauchen den Islam“, versiegelt eine Diskussion über diese Fragestellungen. Denn wenn ausgesagt wird, der Islam sei nicht die Quelle von Terrorismus, muss im Umkehrschluss gesagt werden, der Islam wird von Terroristen missbraucht! Im Ergebnis wird somit eine notwendige öffentliche Erörterung über die möglichen Zusammenhänge von „Terror und dem Islam“ vorzeitig beendet, da der Eindruck vermittelt wird, die Regierung halte den Islam für harmlos, selbst ein schwaches Opfer von Missbrauch!

Aber zurück zur Ausgangsfrage: Was bedeuten die beiden Begriffe „Islamist“ und „Islam“? Wir kennen die Antworten nicht, niemand kann es uns sagen! Und obwohl beide Begriffe unscharf und beliebig sind, wird mit diesem universellen Aussagesatz, „Islamisten missbrauchen den Islam“ jeder Terrorakt einem „Islamisten“ ursächlich zugeordnet. Gleichzeitig wird ausgesagt, „der Islam ist unschuldig!“ Dieser, den Islam entlastende und den Islamist belastende Deutungsautomatismus ist auch aktuell in Toulouse die gedankliche Klammer aller offiziellen Verlautbarungen.

Aber die Frage stellt sich nach wie vor: wie ist das möglich? Wie können wir Beschuldigen und Entschuldigen, ohne den Beschuldigten oder Entschuldigten zu kennen? Wie können wir das Offensichtliche vergessen machen (nämlich unsere Unkenntnis) und gleichzeitig das Fernliegende bereitwillig glauben (nämlich reine Behauptungen)?  Im weiteren Verlauf wird eine Begriffsanalyse aufzeigen, dass die Aussage, „Islamisten missbrauchen den Islam“ auf verkehrten Annahmen beruht und somit die Schlussfolgerung notwendig irren muss.

Begriffs-Verwirrung 1

Welche besondere Eigenschaft qualifiziert ein Individuum oder eine Gruppe von Individuen dazu, dem sogenannten "Islamismus" untergeordnet zu werden? Oder einfacher formuliert: wann dürfen wir eine Person Islamist und eine Gruppe Islamisten nennen? Die Antwort liegt auf der Hand: Ein Islamist, alleine oder in der Gruppe, ordnet sich dem Islamismus unter und ist somit in seinem Entscheiden und Handeln von dem System Islamismus "ferngesteuert".  Beruft sich nun der Islamist in seinen Handlungen als kausale Verursachung auf den Koran, auf den Islam, dann wird der Islamist durch den Islamismus gesteuert, den Koran oder den Islam auf diese islamistische Weise zu interpretieren.  Urteilen wir daraufhin, der Koran oder der Islam wäre missbräuchlich verwendet worden, dann legen wir unserer Schlussfolgerung das Denksystem des Islamismus zugrunde: Es kann somit nur der Islamismus die Ursache sein, den Islam zu missbrauchen.  Und wenn wir nun mit dieser so einfachen Gleichsetzung den missbrauchenden "Islamist" notwendigerweise durch den "Islamismus" ersetzt haben, ist der Schluss zwingend, dass, wenn überhaupt ein Missbrauch stattfindet, nur der Islamismus als Ganzes (und nicht ein einzelner Islamist) den Islam missbrauchen kann.

Die erste missbräuchliche Verwendung eines Begriffs, nämlich einer verkehrten Kategorie wurde somit aufgedeckt - eine wichtige Erkenntnis: Kein einzelner Islamist, keine Gruppe von Islamisten kann den Islam missbrauchen, sondern nur der „Islamismus“ als Ganzes könnte den Islam missbrauchen.

Begriffs-Verwirrung 2

Wenden wir uns nun dem Begriff des „Missbrauchs“ zu: Der „Glaube“ des Islam soll lt. der Aussage von Herrn Innenminister Friedrich „missbraucht“ werden. Um jene Aussage überprüfen zu können, muss zuvor geklärt werden, was ein „Gebrauch“ eines Glaubens überhaupt ist, bevor dieser „Gebrauch“ miss-braucht werden kann. Was also ist ein "Gebrauch" eines Glaubens, wie definiert sich ein „Glaubenssystem“, und was ist ein "misslungener Gebrauch" eines „Glaubenssystems“?

Es dürfte nicht zu weit gegriffen sein, wenn wir uns der allgemeinen Definition bedienen: Ein Glaube ist ein persönliches Dafürhalten im Gegensatz zum Wissen, im Gegensatz zu Tatsachen. Das heißt, ein Glaube an etwas kann bewiesen oder widerlegt werden. Und selbst wenn der Glaube widerlegt wurde, kann der Gläubige dennoch daran glauben, dass sein Glaube stärker ist als der Gegenbeweis. Kurz: Glauben ist nicht Wissen, Punkt. Doch wenn dies so ist, und die Logik spricht dafür, dann ist ein Glaubenssystem ebenso zerbrechlich und unsicher wie ein einzelner Glaubens-Gedanke. Der Grund: ein System von Gedanken ist eine Zusammenstellung, eine Ansammlung, eine Häufung von Gedanken. Wenn nun alle Gedanken auf dem Glauben und nicht auf dem Wissen beruhen, können alle Glaubensgedanken als Ganzes, als Glaubenssystem, keine Wahrheit, keine Gewissheit bilden. Aus unzähligen falsch gelösten Rechenaufgaben wird ja auch in der Gesamtheit kein richtiges Aufgabenheft.  

Halten wir somit eine weitere begriffliche Klärung fest: Ein Glaubenssystem ist nicht beweisbar - eine Wahrheit im Sinne eines Tatsachenbeweises findet man darin nicht, denn dann würde der Glaube in ein Wissen überführt.

Begriffs-Verwirrung 3

Nachdem diese logische Nebenstraße beschritten wurde, dass ein Glaubenssystem das Nichtwissen verallgemeinert, wenden wir uns wieder der Hauptstraße zu: Was bedeutete ein „Missbrauch“ eines „Glaubenssystems“? Die Antwort ist unkompliziert: Da ein Glaubenssystem eine Sammlung von Glaubensaussagen, Glaubensgrundsätzen darstellt, die vorschreiben, die Wirklichkeit glaubend zu interpretieren, ließe es sich nur insofern "missbrauchen", als dass das Glaubenssystem in seiner bestimmenden  Eigenschaft verändert werden würde. Und wir wir erkannt haben, sind die Eigenschaften des Systems die Verallgemeinerung der Glaubenssätze. Ein „Missbrauch“ kann also nur an dieser Stelle der „Verallgemeinerung“ in einer Richtung wirksam werden, nämlich in der Veränderung des Glaubens in den Nichtglauben: wir halten das Glaubenssystem nicht mehr für ein Glaubenssystem, sondern für ein Wissenssystem, für gewiss und absolut richtig!

Nun haben wir eine weitere begriffliche Auflösung:  Der „Islamismus“ „missbraucht“ den Islam als „Glaubenssystem“ insofern, als es den Glauben für eine Gewissheit hält.

Begriffs-Verwirrung rückübersetzt

Wenn nun aber der Missbrauch seine Eigenschaft darin findet, ein Glaubenssystem willentlich falsch für ein Wissenssystem zu gebrauchen, bedeutet dies im Falle des  Nicht-Missbrauchs,  dass der Islam für eine reine Ansammlung von Glaubenssätzen, für einen Glauben gehalten werden müsste.  Somit wäre der Satz: „Islamisten missbrauchen den Islam“ eine stellvertretende Aussage für die Auffassung der Bundesregierung, des Innenministeriums und der Länderministerien, dass der Islam eine Religion darstellt, die NUR geglaubt wird, und eine Religion darstellt, die NICHT für eine Gewissheit gehalten wird!  Die aktuelle staatliche Auffassung über den Islam muss somit zwingend sein, der Islam ist für die Gläubigen, ist für die Nicht-Islamisten ein reiner Glaube, ein pures persönliches Dafürhalten und somit eine Frage der privaten Interpretation.  

Dieser Standpunkt wäre mit der westlichen Auffassung einer Säkularisierung der Amtskirchen identisch. Das bedeutet, der deutsche Staat muss davon ausgehen, dass im Islam selbst eine Säkularisierung, eine Trennung von geistlichen und weltlichen Ansprüchen stattgefunden hat.

Der Satz,

„Islamisten missbrauchen den Islam.“

kann nun 1:1 übersetzt werden in:

„Der Islam ist säkularisiert.“

Doch das ist völlig falsch. Eine Säkularisierung hat im Islam nie stattgefunden. Eine Säkularisierung ist im Islam nicht ansatzweise im Gespräch. Im Gegenteil: Wer die Gültigkeit des Islam infrage stellt, muss am Anfang des 3. Jahrtausends christlicher Zeitrechnung ernsthaft damit rechnen, überall auf der Welt, auch im Westen, mit dem Tode bedroht, angegriffen und ermordet zu werden.

Die weitere Frage lautet nun, liegen wir mit der bisherigen Analyse falsch? Sind wir einem Denkfehler unterlegen? Der deutsche Staat kann doch nicht in einer Frage von besonderer gesellschaftspolitischer Tragweite in der Analyse falsch liegen? Ein Blick in diverse Verfassungsschutzberichte zeigt aber genau dies. Von staatlicher Seite wird darin im Detail davon ausgegangen, dass eine Trennung von Kirche und Staat, von spirituellen und materiellen Ansprüchen im Islam stattgefunden hat. Zwei beispielhafte Zitate aus dem Verfassungsschutzbericht der Bundesregierung sollen dies belegen (Quelle: „Islamismus aus der Perspektive des Verfassungsschutzes" März 2008, Fettungen nicht im Original):

„Für Islamisten stellen die Schriften des Islam eben nicht nur religiöse Gebote dar (für die Beziehung zwischen Mensch und Gott). Sie werden vielmehr als (zwingende) politische Handlungsanweisungen gedeutet, die zudem häufig mit der Ermächtigung verbunden sind, als 'islamisch' definierte politische Ziele auch mit Gewalt zu verfolgen.“

Und präziser:

In der islamistischen Auslegung wird dem islamischen Gesetz umfassende Geltung als von Gott gesetzte verbindliche Ordnung des menschlichen Lebens in all seinen Aspekten zugemessen.“

Beide Zitate belegen zweifelsfrei, wenn auch in einer negativen Definition, dass die Bundesregierung von einem Islam-Begriff ausgeht, als sei eine Säkularisierung schon definitiv erfolgt.  Denn nur der Islamist, der den Islam fehlinterpretierend missbraucht, hält die gewünschte gesellschaftliche Ordnung als von Gott gegeben für eine notwendige Verpflichtung und Handlungsanweisung. Das bedeutet rückübersetzt: Der Nicht-Islamist sieht im Islam, im Koran, im Vorbild des Propheten Mohammeds nur eine mögliche Interpretation der Wirklichkeit, über die offen und gewaltfrei zu diskutieren ist. Wie aber die Alltagserfahrungen Millionen Bürger in Deutschland seit über 50 Jahren zweifelsfrei belegen, ist dem natürlich nicht so! Nichts versetzt einen Mohammedaner (nicht Islamisten!) schneller in rasende Wut, als die Wahrhaftigkeit seines Glaubens ernsthaft infrage zu stellen, oder auch nur im Ansatz dem Islam den Anspruch auf Ehrerbietung zu versagen.

Fazit:

Eine Trennung zwischen Kirche (Glauben) und Staat (Politik) haben im Islam nie stattgefunden. Nirgendwo auf der Welt. Die begriffliche Differenzierung zwischen Islamismus und Islam macht daher keinen Sinn, ist künstlich, und beruht auf einem grundsätzlichen Fehlverständnis der islamischen Ideologie.

Ein Missbrauch findet somit in Deutschland nur in jenem Sinne statt, dass der Staat die Begriffe „Islamist“ und „Missbrauch“ missbraucht, um seinen Bürgern gegenüber medial eine falsche Wirklichkeit zu erzeugen. Zwar ist die „Erzeugung wünschenswerter Wirklichkeiten“ das Paradigma modernster Public Relations (Prof. Klaus Merten), doch ist Propaganda, ist einseitige Kommunikation nicht das Kriterium demokratischer Systeme – vielmehr Kennzeichen totalitärer Gesellschaften. Verorten wir Aufklärung, wo Theokratie herrscht, treten wir selbst hinter jenem Anspruch zurück, der Freiheit in Europa erst ermöglicht hat: das Primat der Vernunft.

Dieser methodisch und systematisch realisierte staatliche Begriffs-Missbrauch wird zwar mit jedem weiteren Terroranschlag offensichtlicher – doch noch viel schlimmer ist, dass durch jene Verschleierung der Wahrheit erhellende Ursachenanalysen verdunkelt, Lösungsversuche verschlossen und somit der Terror in Europa und auf deutschem Boden immer wahrscheinlicher und immer öfter eintreten werden wird.

Frankfurt am Main 2011 und Toulouse 2012 sind nur der Anfang einer sich verhängnisvoll beschleunigenden Entwicklung, die nur durch klare Begrifflichkeiten, dem Willen zu einer offenen Analyse und entschlossenem ordnungspolitischen Handeln zu bremsen sein wird. Wie viele unschuldige Menschen müssen noch für die begrifflichen Komfortzonen unserer Politiker mit ihrem Leben bezahlen, bis die offensichtliche Wahrheit ohne staatliche Repressionen ausgesprochen werden darf?


G. Andreas Kämmerer, den 22. März 2012

Leserkommentare (1)

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Sehr lesenswerter Blog und hier ein Beitrag zum Thema:
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